Ein Regentag
Donnerstag, 17. Mai 2007

Sie wollen Berlin erleben und es regnet in Strömen?
Alles kein Problem!
Genießen Sie Kunstschätze und preußische Geschichte!
Berliner Dom und Museumsinsel!

Beginnen Sie mit der Geschichte. Der Berliner Dom  wurde 1893-1905 als nordisch-protestantisches Gegenstück zum Petersdom in Rom gebaut, seine 85 Meter hohe Kuppel ist einen Aufstieg wert. Der Dom ersetzte  mit seiner Fertigstellung eine kleinere, von Schinkel klassizistisch überarbeitete barocke Domkirche als Hofkirche direkt gegenüber dem Schloss und diente als Begräbniskirche der Hohenzollern.
In den siebziger Jahren wurde das Äußere des im II. Weltkrieg stark beschädigten Gebäudes restauriert. Die innere Renovierung zog sich bis in die neunziger Jahre, so dass der Dom erst 1993 wieder geweiht wurde. In der Hohenzollerngruft befinden sich Grabmale und Prunksärge zahlreicher Mitglieder der brandenburg - preußischen Dynastie der Hohenzollern. Besuchen Sie eines der großen Familiengräber Deutschlands.

Beim Verlassen des Doms wenden sie sich bitte nach links und gehen zwischen Altem Museum und dem kleinen Park auf die Säulenreihe zu.
Der nächste Punkt unseres Tagesprogramms ist die Nationalgalerie. Erbaut von Friedrich August Stüler und Heinrich Strack in den Jahren  1866-76, ursprünglich als Hörsaal für die nahegelegene Universität geplant, wurde die Galerie mit Ihrer wunderbaren Freitreppe eingerichtet. Bilder, Skulpturen und Kunstwerke aus den vergangenen Jahrhunderten warten auf den interessierten Betrachter.

Wieder hinaus in den Regen wenden Sie sich bitte nach links und gehen hinter der Eisernen Brücke, welche hier den Kupfergraben überquert wieder links. Ein kleines Stückchen weiter führt links eine kleine Brücke in den Innenhof  des Pergamonmuseums. Diese riesige archäologische Sammlung beherbergt neben vielen, vielen anderen Stücken, den berühmten Pergamon-Altar, das Markttor von Milet und die Prozessionstrasse von Babylon.
Sollten Sie nach diesem Besuch Hunger verspüren, empfehle ich Ihnen Die Zwölf Apostel, direkt gegenüber dem Museum.

Wenn Sie jetzt noch Lust haben, besuchen Sie noch das Deutschen Historische Museum. Hier können Sie sich auf den neuesten Erkenntnisstand der augenblicklichen Sichtweise der deutschen Geschichte bringen. Das Museum wurde als Zeughaus 1695-1706 von A. Nehring und M.Grünberg erbaut. Ab 1699 übernahm Andreas Schlüter den weiteren Bau. Von ihm stammen auch die äußerst sehenswerten Masken sterbender Krieger im Innenhof. Das Zeughaus musste im Laufe der Jahrhunderte viele  Um- und Erweiterungsbauten  ertragen. Der Letzte war der Pai-Anbau. Eröffnet 2003. Er dient überwiegend den wechselnden Ausstellungen des Deutschen Historischen Museum.

Auch in Berlin hat jeder Regentag irgendwann ein Ende.

Dauer des Spaziergangs: ca. 120 Minuten - 1 Regentag

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 17. Mai 2007 )